11
Nov
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
Loading...

DeinBus.de ist pleite: Der harte Preiskampf und der scharfe Wettbewerb am Markt für Fernbusse ist nicht unbemerkt an dem kleinen Anbieter DeinBus.de vorübergegangen. Das Busunternehmen meldete vergangenen Oktober Insolvenz an und stellte den Betrieb nun vollends ein. Die Linien von DeinBus.de sollen aber derzeit noch weiter betrieben werden.

DeinBus.de: der Pionier unter den Buslinien

Das Unternehmen, das anno dazumal von Studenten gegründet wurde, ist einer der Pioniere, der sich in der Vergangenheit auf dem Markt erfolgreich etabliert hat. Denn die GmbH bot bereits seit 2009 im Internet Busfahrten an. 2011 wurde eine Unterlassungsklage des Bahnkonzerns vom Landesgericht Frankfurt gegen DeinBus.de abgewiesen. Laut einer Sprecherin von DeinBus.de sind für die Insolvenz in erster Linie die niedrigen Ticketpreise verantwortlich. Das Insolvenzverfahren wurde am 4. November 2014 vom Amtsgericht Offenbach eröffnet. Offizieller Grund dafür ist, laut Insolvenzverwalter Christian Feketija, eine Überschuldung sowie eine drohende Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens. Schuld dafür ist sicherlich auch der starke Preiskampf zwischen den Anbietern. Denn die Unternehmen, die von starken Konzernen unterstützt werden, sitzen hier wohl am längeren Ast. Bei DeinBus handelt es sich um ein unabhängiges Unternehmen ohne großem Investor. Die Linien von DeinBus.de sollen aber vorerst noch aufrechterhalten bleiben.

Die Zukunft für das Unternehmen und für den Markt

Das Unternehmen DeinBus.de beschäftigt derzeit noch etwa 25 Mitarbeiter. Laut Feketija besteht momentan noch Hoffnung, dass die Mitarbeiter weiter ihrer Arbeit nachgehen können. Trotz Insolvenzverfahren sollen die knapp zwei Dutzend Linien weiterhin geführt werden. Allerdings werden keine eigenen Busse mehr eingesetzt. Bei der Tätigkeit von DeinBus.de handelt es sich nur noch um das Verkaufen von Tickets. Gefahren wird dann aber in den Bussen von mittelständischen Unternehmen. Findet der Pionier der Fernbus-Unternehmen einen Investor, dann könnte sich das Blatt wenden und DeinBus wieder ins Rollen kommen. Die Chancen stehen hierfür 50:50. Als Branchenführer am deutschen Markt führt derzeit das Unternehmen MeinFernbus mit insgesamt 45 Prozent Marktanteilen. Danach kommt das Fernbus-Unternehmen Flixbus mit insgesamt 23 Prozent. Die Buslinien IC Bus und Berlinlinienbus der Deutschen Bahn verbuchen einen Anteil von derzeit 12 Prozent, gefolgt von ADAC Postbus mit 8 Prozent. Bei der Untersuchung des Beratungsunternehmens Iges, die vergangenen September durchgeführt wurde, landete das ebenfalls insolvente Unternehmen city2city an vorletzter Stelle mit drei Prozent Marktanteilen, gefolgt von DeinBus mit 2 Prozent.

City2City – Marktführer in Europa, chancenlos auf dem deutschen Markt

Schon im Oktober diesen Jahres hat der Frankfurter Firma city2city ihren Betrieb eingestellt. Der Grund für den Rückzug des Busanbieters seien die niedrigen Ticketpreise gewesen. City2City hatte keine Möglichkeit gesehen, ein nachhaltiges Geschäft in Deutschland aufzubauen. Wegen der großen Konkurrenz wird city2city sicherlich nicht der letzte Anbieter sein, welcher pleite geht.

0 Keine Kommentare

Comments are closed.